Kyoto ist mit Abstand unsere Lieblingsstadt in Japan. Nirgendwo treffen Tradition und Moderne so eindrucksvoll aufeinander wie an diesem magischen Ort. Deshalb kommen wir Trips sogar noch einmal für ein paar Tage hierher zurück. Da hier über tausend Jahre der Sitz des kaiserlichen Hofes war, gibt es hier viele Tempel und Schreine zu besichtigen. Wir beschränken uns auf die paar Besondersten, sind aber selbst damit schon viel beschäftigt. Hierbei entdeckt Marli ihre Liebe für Zen-Gärten, an denen sie stundenlang sitzen und Ruhe finden könnte. Auch kulinarisch hat Kyoto viel zu bieten. Wir essen hier die leckersten vegetarischen Ramen (Nudelsuppe, typisches japanisches Fast Food) und das beste vegetarische Auberginen-Sushi, probieren allerlei Matcha-Produkte (typisches japanisches Grünteepulver) Eis, Baumkuchen und Kekse und Besichtigen eine Sake-Brauerei.
Unsere schönsten Erlebnisse in Kyoto sind erstaunlicherweise die, für die wir nichts bezahlen müssen. Besonders gerne gehen wir am Philosophers Path, der idyllisch an einem glasklaren Fluss entlang verläuft und am Kamo River spazieren oder schlendern durch die Straßen der Altstadt, sehen uns die traditionellen Häuser an und hoffen, vielleicht ab und zu einen Blick auf eine Geisha-Anwärterin (Maiko) zu erhaschen. Besonders nach Einbruch der Dunkelheit ist es nur ein paar Meter abseits der Hauptstraßen oft menschenleer und lädt zum Entdecken und Entspannen ein. Ebenfalls bei Einbruch der Dunkelheit laufen wir durch tausende rote Bögen, Torii genannt, hoch zum Inari-Schrein. Auf dem Weg entdecken wir hunderte kleine Schreine, dekorierte Steine und Mini-Torii und werden zwischendurch mit einer atemberaubende Aussicht auf die im Tal gelegene Stadt belohnt. Knapp 1,5 Stunden brauchen wir nach oben und merken schnell, dass der Schrein verhältnismäßig nichts Besonderes ist. Hier ist auf jeden Fall der Weg das Ziel ;)
Kyoto ist etwas ganz Besonderes und wir sind dankbar dafür, so viel Zeit im "Bamberg Japans" (Unsere Eigenkreation ;) ) verbracht zu haben! Lasst die Bilder auf euch wirken und begebt euch auf eine Reise ins alte Kaiserreich. Und seid nicht verwirrt, die "Geishas" auf den Bildern sind alles Touristen, die sich für einen Tag Kostüme geliehen haben und sich verkleidet die Sehenswürdigkeiten angesehen haben. Ganz nett sieht es auf den Bildern teilweise trotzdem aus...
Okay ciao! Marli und Nils